Dezibeldifferenz in ein Leistungsverhältnis umrechnen
Unterscheide Leistungs- und Amplitudenverhältnisse sowie absolute Schallpegel.
Methode
Bei positiven Leistungen ist die Dezibeldifferenz das Zehnfache des Zehnerlogarithmus von P2 / P1. Um das Verhältnis zu erhalten, potenziere zehn mit der Differenz geteilt durch zehn. Verwende gleiche Leistungseinheiten. Null oder negative Leistung liefert keinen endlichen Wert dieses logarithmischen Verhältnisses. Ein absoluter Schallintensitätspegel braucht auch eine Referenzintensität; eine Pegeldifferenz allein ist kein Absolutwert.
Rechenbeispiel
Berechne im Beispiel das Leistungsverhältnis vor dem Logarithmus. Vertauschte Leistungen kehren das Vorzeichen um. Die weiteren Beispiele zeigen, dass eine kleine Differenz ein großes Verhältnis bedeuten kann. Verwende den Dezibelrechner zum Vergleich und den Schallintensitätspegel mit bekannter Referenz. Runde erst die Anzeige, damit sich das Verhältnis genau zurückrechnen lässt.
P1 = 2 W; P2 = 8 W; P2 / P1 = 4
10 log10(4) ≈ 6.0206 dB
10^(6.0206 / 10) ≈ 4
10 dB → 10; 20 dB → 100; −10 dB → 0.1
Prüfungen und Grenzen
Nutze die Leistungsformel nicht direkt für Spannung oder Druck. Bei geeigneten gleichen Impedanzen verwendet das Spannungsamplitudenverhältnis den zwanzigfachen Logarithmus, weil Leistung vom Spannungsquadrat abhängt. Dezibel ergeben keinen festen Faktor für empfundene Lautstärke. Frequenz, Bewertung, Messort und Dauer beeinflussen die Interpretation. Das Verhältnis bewertet keine Gehörsicherheit.